Pädagogische Eingliederungshilfen in Schulen und Kindertagesstätten

wir für pänz e.V. betreut und fördert im Rahmen der pädagogischen Eingliederungshilfe Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung und/oder starken Verhaltensoriginalitäten auf ihrem Weg von der Kita über die Schule bis zum Abschluss einer Ausbildung bzw. eines Studiums:

  • Eingliederungshilfe in der Kindertagesstätte (Kita-Begleitung)
  • Eingliederungshilfe in der Schule (Schulbegleitung)
  • Eingliederungshilfe in der Schule im Rahmen des IBIS-Modells ("Pooling")
  • Eingliederungshilfe im Praktikum (Praktikumsbegleitung)
  • Eingliederungshilfe in der Ausbildungsstätte und/oder Berufsschule (Ausbildungsbegleitung)
  • Eingliederungshilfe im Studium (Studienbegleitung)

Was ist pädagogische Eingliederungshilfe?
Grundsätzlich werden Eingliederungshilfen notwendig, wenn Kinder und Jugendliche aufgrund der Schwere ihrer Behinderung und/oder aufgrund von starken Verhaltensoriginalitäten auf individuelle Unterstützung angewiesen sind, die durch das Personal der besuchten Einrichtung nicht erbracht werden kann. Die Rechtsgrundlagen sind in § 35a SGB VIII sowie §§ 53 & 54 SGB XII festgelegt.

Was leistet pädagogische Eingliederungshilfe?
Mit einem Verständnis von Behinderung als Ergebnis von Wechselwirkungen zwischen behinderungsbedingten Faktoren, personenbezogenen Faktoren und Umweltfaktoren tragen die Maßnahmen der pädagogischen Eingliederungshilfe dazu bei, die Behinderung und deren Folgen abzumildern und eine Teilhabe am Leben zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Gleichzeitig wird damit der auch für Menschen mit Behinderung bestehende rechtliche Bildungsanspruch unterstützt.

Wie unterstützt die pädagogische Eingliederungshilfe?
Unsere Eingliederungshelfer*innen arbeiten im multiprofessionellen Team mit der jeweiligen Institution eng zusammen, um das Ziel „Inklusion“ zu ermöglichen. Durch die enge wertschätzende Zusammenarbeit mit Kind bzw. Jugendlichem, Sorgeberechtigten, Pädagog*innen, Kinderärzten und Kliniken wird die für die Arbeit wichtige Vertrauensebene aufgebaut. Mit dem Angebot der Eingliederungshilfe werden die Persönlichkeit, die Eigenständigkeit, der Entwicklungsstand sowie persönlichen Kompetenzen des betreuten Kindes bzw. Jugendlichen unterstützt.

Wer leistet die pädagogische Eingliederungshilfe?
Unsere Mitarbeiter*innen sind vornehmlich pädagogische Fachkräfte. Um immer auf dem aktuellen fachlichen, qualitativen Stand zu sein, werden die Eingliederungshelfer*innen intensiv fortgebildet. Zudem besuchen sie regelmäßig Teams und Supervisionen.

Wer hat Anspruch auf pädagogische Eingliederungshilfe?
Unterstützt und begleitet werden können Kinder, Jugendliche und junge Volljährige mit

  • (drohender) Körperbehinderung
  • geistiger Behinderung
  • (drohender) seelischer Behinderung (u.a. Autismus/Asperger Syndrom/AD(H)S)
  • (drohender) seelischer und sozial-emotionaler Störung
  • Mehrfachbehinderung
  • ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten
  • Teilleistungsstörungen (Dyskalkulie und Lese- und Rechtschreibschwäche)

Wer trägt die Kosten der pädagogischen Eingliederungshilfe?
Die Hilfe wird über das zuständige Jugend- bzw. Sozialamt nach Beratung und Überprüfung des Bedarfs finanziert.

Wie kann eine pädagogische Eingliederungshilfe beantragt werden?
Um eine Eingliederungshilfe zu beantragen, reicht eine formlose Antragsstellung bei dem zuständigen Jugend- oder Sozialamt. Zusätzlich ist es erforderlich, eine Diagnose des Kindes bzw. des Jugendlichen durch einen niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater vorzuhalten. Nach Eingang des Antrages berät und prüft das jeweilige Amt die Teilhabebeeinträchtigung.

Zusätzlich kann wir für pänz e.V. im Rahmen der medizinischen Eingliederungshilfe fachpflegerische Tätigkeiten übernehmen, die die Einrichtungen nicht leisten können.
Informationen zu diesem Thema finden Sie aus unserer Seite: Häusliche Kinderkrankenpflege


Häusliche KinderkrankenpflegeIhre Ansprechpartner*innen:
Andre vom Orde
Martin Jung
Tanja Nauhauser
Telefon: 0221/ 379 969-50
eingliederungshilfe@wir-fuer-paenz.de